Padelschläger-Maße: was das Reglement vorschreibt
- Ein Padelschläger darf maximal 45,5 cm lang, 26 cm breit und 38 mm dick sein — mit 2,5 Prozent Toleranz auf diese Werte.
- Der Griff darf höchstens 20 cm lang sowie 50 mm breit und 50 mm dick sein und zählt in die Gesamtlänge hinein.
- Die Handschlaufe ist Pflicht: nicht dehnbare Schnur, maximal 35 cm lang. Ohne sie bist du nicht spielberechtigt.
- Löcher im zentralen Bereich müssen zylindrisch und 9 bis 13 mm groß sein; abweichende Formen sind nur im 4-cm-Randbereich erlaubt.
- Batterien, Solarzellen, reflektierende Flächen und jede Kommunikationstechnik am Schläger sind verboten.
„Ist mein Schläger überhaupt erlaubt?“ gehört zu den Fragen, die vor dem ersten Turnier zuverlässig aufkommen — und die sich fast immer mit Ja beantworten lässt. Trotzdem lohnt es, die Vorgaben einmal zu kennen. Denn eine davon wird tatsächlich kontrolliert, und eine andere entscheidet, ob dir ein günstiger Import um die Ohren fliegt.
Alle Grenzwerte in diesem Artikel stammen aus §3 der offiziellen deutschen Übersetzung der FIP-Regeln (DTB/WTB, Ausgabe 2025). Wir geben sie hier vollständig wieder, inklusive der dort festgehaltenen Fallentscheidungen zum Schlägerwechsel.
Welche Padelschläger sind erlaubt?
Erlaubt ist jeder Schläger, der aus Schlagfläche und Griff besteht, die Maßgrenzen von 45,5 cm Länge, 26 cm Breite und 38 mm Dicke einhält, eine Handschlaufe trägt und keine Elektronik enthält. Das trifft auf praktisch jedes Modell zu, das die etablierten Marken verkaufen.
Ehrlichkeit vorweg: Für den normalen Käufer ist diese Regel kein Entscheidungskriterium. Kein Hersteller mit Vertrieb in Europa bringt einen übergroßen Schläger auf den Markt — die Vorgaben sind seit Jahren stabil, und die Modellentwicklung findet innerhalb der Grenzen statt. Wer bei Bullpadel, Nox, adidas oder Head kauft, muss nicht nachmessen.
Relevant wird das Thema an zwei Stellen: bei sehr günstigen No-Name-Importen ohne Markenbezug und bei der Handschlaufe, die schlicht dranbleiben muss. Beides gehen wir unten durch.
Wie groß darf ein Padelschläger sein?
Die Gesamtlänge aus Schlagfläche und Griff darf 45,5 Zentimeter nicht überschreiten. Die maximale Breite liegt bei 26 Zentimetern, die maximale Dicke bei 38 Millimetern. Auf alle drei Werte gewährt das Regelwerk eine Toleranz von 2,5 Prozent.
Der Griff zählt mit
Der Griff darf maximal 20 Zentimeter lang, 50 Millimeter breit und 50 Millimeter dick sein — und er ist Teil der Gesamtlänge, nicht zusätzlich dazu. Wichtig für die Praxis: Overgrips erhöhen die Griffdicke. Drei Lagen bringen dich zwar nicht an die 50-Millimeter-Grenze, aber wer sie stapelt, sollte wissen, dass es eine gibt. Details dazu im Artikel zu Overgrip und Griffband.
- Gesamtlänge — maximal 45,5 cm, Griff eingerechnet.
- Breite — maximal 26 cm.
- Dicke — maximal 38 mm.
- Griff — maximal 20 cm lang, 50 mm breit, 50 mm dick.
- Toleranz — 2,5 Prozent auf die genannten Maße.
- Schlagflächen — beide Seiten müssen eben sein, glatt oder rau.
Was das Reglement nicht regelt, ist das Gewicht. Es gibt keine offizielle Ober- oder Untergrenze — die üblichen 355 bis 385 Gramm sind reine Marktkonvention. Wie sich Gewicht und Balance auf dein Spiel auswirken, erklärt unser Ratgeber zu Gewicht und Balance. Ebenso wenig geregelt ist die Form: rund, Tropfen oder Diamant ist eine Frage der Spielweise, nicht der Regeln.
Wie groß dürfen die Löcher sein?
Im zentralen Bereich der Schlagfläche müssen die Perforationen zylindrisch sein und einen Durchmesser von 9 bis 13 Millimetern haben. Nur im Randbereich — innerhalb von 4 Zentimetern zur Kante — sind größere oder anders geformte Öffnungen zulässig.
Genau daher stammen die auffälligen Formen, die man an manchen Modellen sieht: die tropfen- oder schlitzförmigen Aussparungen entlang der Außenkante. Das ist kein Designfreiraum, sondern die Ausnutzung einer Regelklausel. Im Zentrum, wo der Ball trifft, bleibt es bei den runden Standardlöchern.
Ist die Handschlaufe beim Padel Pflicht?
Ja — die Handschlaufe ist verbindlich vorgeschrieben. Sie muss aus einer nicht dehnbaren Schnur bestehen und darf höchstens 35 Zentimeter lang sein. Das ist die eine Materialvorgabe im Padel, die tatsächlich regelmäßig kontrolliert und durchgesetzt wird.
Warum es diese Regel gibt
Der Grund ist Sicherheit, nicht Formalismus. Ein 370 Gramm schwerer Schläger, der aus der verschwitzten Hand rutscht, trifft auf 20 mal 10 Metern mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Menschen — im Doppel steht dein Partner regelmäßig zwei Meter neben dir. Deshalb ist die Schnur nicht dehnbar und in der Länge begrenzt.
Viele Spieler tragen die Schlaufe locker über dem Handrücken statt geschlossen ums Handgelenk. Das sieht nach Erfüllung der Regel aus, hält aber nichts. Die Schlaufe gehört ums Gelenk, so eng, dass der Schläger daran hängen bleibt — nicht so eng, dass sie einschnürt.
Was ist am Schläger verboten?
Verboten sind Batterien, Solarzellen, reflektierende Flächen, Klangelemente und jede Vorrichtung, die mit dem Spieler kommuniziert. Der Schläger muss ein passives Sportgerät bleiben — Sensorik, Anzeigen oder Feedbackfunktionen im Rahmen haben im Wettkampf nichts zu suchen.
Reflektierende Flächen stehen aus naheliegendem Grund auf der Liste: Auf einem Court mit Flutlicht und Glaswänden würde eine spiegelnde Schlagfläche die Gegenseite blenden. Trainingssensorik ist im Freizeitbetrieb kein Problem, im Regelwerk aber nicht vorgesehen.
Darf man während des Matches den Schläger wechseln?
Ja, ein Spieler darf in einem Match mehr als einen Schläger verwenden — aber nicht während eines laufenden Ballwechsels. Der Wechsel gehört in die Pause zwischen den Punkten, nicht in die Bewegung.
Das Regelwerk hält außerdem zwei Fallentscheidungen fest, die häufiger relevant sind, als man denkt. Bricht ein Schläger während des Spiels, wird grundsätzlich weitergespielt. Anders liegt der Fall, wenn die Sicherheitsschlaufe gerissen ist oder der Schläger durch den Bruch gefährlich geworden ist — dann wird nicht weitergespielt.
- Mehrere Schläger erlaubt — der Wechsel ist zwischen den Punkten zulässig.
- Kein Wechsel im Ballwechsel — während eines laufenden Punktes ist der Tausch nicht gestattet.
- Bruch: Spiel läuft weiter — ein beschädigter Schläger allein unterbricht nichts.
- Ausnahme Schlaufe — ist die Sicherheitsschlaufe gerissen, wird nicht weitergespielt.
- Ausnahme Gefahr — ist der Schläger durch den Bruch gefährlich, endet der Ballwechsel.
Der praktische Schluss daraus: Ein Ersatzschläger in der Tasche ist bei Turnieren keine Marotte, sondern Vorsorge. Wer nur einen hat und die Schlaufe reißt, steht. Wie lange ein Schläger überhaupt hält und woran du das Ende erkennst, steht in Pflege und Lebensdauer.
Muss ich beim Kauf auf die Maße achten?
In aller Regel nicht. Jedes Modell der etablierten Marken ist innerhalb der Vorgaben konstruiert — die Maße sind Konstruktionsrahmen, nicht Unterscheidungsmerkmal. Deine Kaufentscheidung läuft über Form, Gewicht, Balance und Kernhärte, nicht über die Frage der Regelkonformität.
Wo Regelverstöße tatsächlich auftauchen
Die Ausnahme sind sehr günstige No-Name-Angebote von Marktplätzen ohne erkennbaren Hersteller. Dort tauchen gelegentlich Schläger ohne montierte Handschlaufe oder mit Maßen jenseits der Vorgaben auf. Der Ausweg ist unspektakulär: Kauf bei einer Marke, die auch Ersatzteile und Garantie anbietet. Die häufigsten Fehlkäufe sammelt unser Artikel zu Kauffehlern.
Wenn du gerade am Anfang stehst: Der große Kaufratgeber sortiert die Kriterien der Reihe nach, die Kategorie Padelschläger für Anfänger zeigt konkrete Modelle, und der Schläger-Finder führt dich in wenigen Fragen zu passenden Kandidaten im Katalog.
Checkliste: regelkonform in 30 Sekunden
Fünf Handgriffe genügen, um einen Schläger auf Regelkonformität zu prüfen — Maßband und eine halbe Minute reichen. Sinnvoll ist das vor allem bei gebraucht gekauften oder sehr günstigen Modellen unbekannter Herkunft.
- Länge messen — von der Griffkappe bis zur Rahmenoberkante, maximal 45,5 cm.
- Breite messen — an der breitesten Stelle der Schlagfläche, maximal 26 cm.
- Dicke prüfen — maximal 38 mm am Rahmen.
- Handschlaufe kontrollieren — vorhanden, nicht dehnbar, maximal 35 cm.
- Fläche und Löcher ansehen — beide Seiten eben, zentrale Löcher rund und 9 bis 13 mm.
Kommt dabei nichts Auffälliges heraus — und das ist der Normalfall —, ist die Regelfrage erledigt und du kannst dich um das kümmern, was dein Spiel wirklich beeinflusst. Wie Court, Aufschlag und Wandspiel zusammenhängen, steht im Regel-Überblick; die aktuellen Empfehlungen aller Klassen in der Bestenliste.
Regeln geklärt — jetzt den Schläger finden, der zu deinem Spiel passt:
Zum Schläger-Finder →Häufige Fragen
Welche Maße darf ein Padelschläger haben?
Ein Padelschläger darf höchstens 45,5 Zentimeter lang, 26 Zentimeter breit und 38 Millimeter dick sein, jeweils mit einer Toleranz von 2,5 Prozent. Der Griff zählt in die Gesamtlänge hinein und darf maximal 20 Zentimeter lang sowie 50 Millimeter breit und dick sein.
Ist die Handschlaufe am Padelschläger Pflicht?
Ja. Das Reglement schreibt eine Handschlaufe aus nicht dehnbarer Schnur mit maximal 35 Zentimetern Länge verbindlich vor. Sie dient der Sicherheit der Mitspieler auf dem engen Court und wird im Turnierbetrieb tatsächlich kontrolliert. Getragen wird sie geschlossen ums Handgelenk, nicht lose über dem Handrücken.
Sind gekaufte Padelschläger automatisch regelkonform?
Bei den etablierten Marken praktisch immer — die Maßgrenzen sind für Hersteller ein Konstruktionsrahmen, kein Unterscheidungsmerkmal. Vorsicht ist nur bei sehr günstigen No-Name-Importen ohne erkennbaren Hersteller geboten, bei denen gelegentlich die vorgeschriebene Handschlaufe fehlt. Wer bei einer bekannten Marke kauft, muss nichts nachmessen.
Darf man im Padel den Schläger während des Matches wechseln?
Ja, ein Spieler darf mehrere Schläger in einem Match verwenden, allerdings nicht während eines laufenden Ballwechsels. Bricht ein Schläger, wird grundsätzlich weitergespielt. Es gibt zwei Ausnahmen: Ist die Sicherheitsschlaufe gerissen oder der Schläger durch den Bruch gefährlich geworden, wird der Ballwechsel nicht fortgesetzt.
Wie groß dürfen die Löcher im Padelschläger sein?
Im zentralen Bereich der Schlagfläche müssen die Perforationen zylindrisch sein und 9 bis 13 Millimeter im Durchmesser messen. Größere oder anders geformte Öffnungen sind nur im Randbereich innerhalb von 4 Zentimetern zur Kante erlaubt — daher die auffälligen Formen entlang der Außenkante mancher Modelle.


